Orange your city - Karlsruhe leuchtet orange am 25.11.2020

Am 25. November 2020 ab 17 Uhr leuchtet Karlsruhe orange. Unter dem Motto „Zonta Says NO"/„Zonta sagt NEIN" setzt der Zonta Club Karlsruhe e.V. somit ein sichtbares Zeichen gegen ein globales soziales Problem: die Gewalt an Frauen und Mädchen. Gemeinsam mit allen Zonta-Clubs bundesweit beteiligt er sich an der jährlich stattfindenden weltweiten Kampagne von Zonta International. Diese ließ in den vergangenen Jahren z.B. schon die Pyramiden bei Kairo, die Christusstatue von Rio de Janeiro oder den Sitz der EU-Kommission in Brüssel in Orange erstrahlen. Der Zonta Club Karlsruhe e.V. als Teil von Zonta International, des weltumspannenden Netzwerks engagierter berufstätiger Frauen, unterstützt damit die gemeinsamen Anstrengungen der Vereinten Nationen zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Karlsruher leuchtet Orange

Zahlreiche öffentliche Institutionen und Unternehmen, darunter der Rathausturm, der Turm der Ev. Stadtkirche am Marktplatz, der Karlsruher Messeturm, das Tollhaus, sowie alle ansässigen Firmen im Alten Schlachthof, das Konzerthaus, der Turm der PSD Bank, Anders am Turmberg in Durlach und das Modehaus Schöpf helfen, die Aktion „Zonta Says NO"/„Zonta sagt NEIN" in Karlsruhe zu realisieren, indem sie Karlsruher Gebäude und Wahrzeichen orange anstrahlen.
Der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hat die Schirmherrschaft über die Initiative des Zonta Clubs Karlsruhe e.V. übernommen, denn das Thema ist ihm ein besonderes Anliegen: „Auch in Karlsruhe sagen wir ‚Nein' zu Gewalt in jeder Form! Frauen und Kinder vor Gewalt und häuslicher Gewalt zu schützen, liegt mir besonders am Herzen", betont er.

Mentrup wird beim Auftakt der Aktion am 25.11. um 17 Uhr vor dem Tollhaus symbolisch den Buzzer zur orangenen Beleuchtung in Karlsruhe drücken.

Bereits am 24.11. von 11 bis 12 Uhr laden die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Karlsruhe und der Koordinationskreis „Häusliche Gewalt überwinden" in Kooperation mit dem Internationalen Begegnungszentrum Karlsruhe (ibz) und dem Zonta Club Karlsruhe e.V. zu einem Pressegespräch „Erhöhte Sorge: Gewalt gegen Frauen im Corona-Jahr" ein.
Interessenten erhalten nähere Informationen zur Video-Teilnahme über die Pressestelle der Stadt Karlsruhe.
Gewalt gegen Frauen und Mädchen – auch in Deutschland
Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist weltweit die häufigste Menschenrechtsverletzung. Sie kennt keine nationalen, kulturellen oder sozialen Schranken. Oft zerstört sie Leben – physisch und psychisch.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen betrifft Millionen Opfer. Sie hat viele Gesichter: Menschenhandel und Prostitution, Genitalbeschneidung, Vergewaltigung, sexuelle Gewalt und Zwangsehe sowie alle Arten körperlicher Misshandlung. Oft leiden Frauen und Mädchen nicht nur unter den unmittelbaren, sondern auch lebenslang unter den langfristigen physischen, sexuellen und psychischen Folgen ihrer Gewalterfahrung. Gewalt gegen Frauen und Mädchen hält diese davon ab, einen Beitrag für ihre Gemeinschaft zu leisten oder ein besseres Leben für sich und ihre Familien zu gestalten.
„Auch bei uns in Deutschland ist im Jahr 2019, die Gewalt gegen Frauen und Mädchen trauriger Alltag. Zunehmend zum Problem wird auch die steigende Partnerschaftsgewalt", sagt Carmen Nerding, derzeit Präsidentin des Zonta Clubs Karlsruhe e.V. Im Jahr 2019 verloren laut Bundeskriminalamt deutschlandweit 307 Frauen ihr Leben durch Gewalt, die von Ihren Ehemännern, Ihren Partnern oder anderen Familienangehörigen ausging, Opfer von gefährlicher Körperverletzung wurden fast 12.000, von einfacher Körperverletzung über 69.000, von Vergewaltigung bzw. sexuelle Nötigung und Übergriffe über 3.000, Bedrohung, Stalking, Nötigung fast 29.000 Frauen.